Gewalt und sexualisierte Gewalt sind eine Realität in unserer Gesellschaft und somit auch an unseren Schulen. Auf Grundlage der entsprechenden Schulgesetzänderung vom 09. März 2022 entschlossen sich die sechs Berufskollegs der Stadt Bielefeld dazu, in der Entwicklung eines Schutzkonzeptes gegen Gewalt und sexualisierte Gewalt zusammenzuarbeiten und sich auf diese Weise gegenseitig nicht nur in der theoretischen Ausarbeitung, sondern vor allem in der gelebten Praxis zu unterstützen.
Bei aller Verschiedenheit drücken die sechs Bielefelder Berufskollegs damit eine gemeinsame Haltung und ein einheitliches Vorgehen bei der Implementierung des Konzeptes an den Berufskollegs aus. An unseren Schulen lehnen wir jede Form von Gewalt ab. Das Schutzkonzept soll dafür Sorge tragen, dass unsere Schulen nicht zum Tatort werden und hier niemand Gewalt und sexualisierte Gewalt durch Andere erlebt. Wir wollen Kompetenzorte sein, an denen alle, die innerhalb oder außerhalb der Schule von Gewalt betroffen sind, gesehen werden sowie Hilfe und Schutz erhalten, um die Gewalt zu beenden und verarbeiten zu können. Dabei sind wir uns der besonderen Verantwortung für Prävention und Intervention bewusst. In diesem Sinne arbeiten alle am Schulleben beteiligten Menschen zusammen. Ziel soll es langfristig sein, die Interventionsnotwendigkeit so klein wie möglich und die präventive, aufklärende und stärkende Arbeit so umfangreich wie möglich zu gestalten.