Gesundheit 4.0 – Gesundheit in Schule bedeutet auch Gesundheit im Berufsleben

Kontakt

Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, wenden Sie sich bitte an  Maren Johannsen joh@rrbk.de

Träger

Rudolf-Rempel-Berufskolleg Bielefeld, vier Partnerschulen aus Ettelbruck/Luxemburg, Lister/Norwegen, Wien/Österreich, Rzeszow/Polen, gefördert durch das EU-Programm Erasmus+

Zielgruppe und Voraussetzungen für die Teilnahme

Schüler*innen der beteiligten Partnerschulen

Zeitraum für das Projekt

01.09.2017 bis 31.08.2019

Inhalt

Aufgrund von veränderten gesellschaftlichen, schulischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben sich für Schülerinnen und Schülern, was die physische und psychische Gesundheitserhaltung betrifft, neue Herausforderungen. Vor dem Hintergrund der Globalisierung, des technischen Wandels und insbesondere der Entwicklung hin zur vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0), muss nicht nur die Technik, sondern auch der Mensch immer effizienter, flexibler und schneller werden.

Trotz aller positiver Entwicklungen, die dieser Wandel mit sich bringt, ergeben sich auch negative Auswirkungen auf den Alltag in Schule und Beruf. Aktuellen Studien zur Folge entstehen beispielsweise durch die Digitalisierung Rücken- und Kopfschmerzen durch zu langes Sitzen und Sehbeschwerden durch zu langes Arbeiten am Monitor.

Die ständige Erreichbarkeit im Berufsleben belastet das Privatleben. Hierdurch gerät die "Work-Life-Balance" aus der Waage, was dazu führen kann, dass bereits Schülerinnen und Schüler am Burnoutsyndrom leiden und sich in Schule, Beruf und Familie überlastet fühlen. Um den Herausforderungen des Alltags zu entfliehen, bleiben manche Schülerinnen und Schüler der Schule fern und häufen Fehlzeiten, besonders in Klausurphasen, an. Andere flüchten sich zum Teil in die digitale Welt oder in Süchte.

Das Projekt "Gesundheit 4.0 - Gesundheit in Schule bedeutet auch Gesundheit im Berufsleben", möchte hier ansetzen, um Schülerinnen und Schülern im Berufskolleg Anregungen und Konzepte an die Hand zu geben, mit denen sie ihre Gesundheit im Zeitalter von " Industrie 4.0" erhalten können. Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig lernen, dass gesunde Ernährung, Bewegung und Selbstverantwortung sowie das Zeit- und Selbstmanagement zur Stressbewältigung einen Beitrag zur mentalen und körperlichen Fitness in der immer schnelllebiger werdenden Welt leisten kann.

Mit diesem Projekt sollen die bereits entwickelten Konzepte der einzelnen Projektpartnerschulen aus Österreich, Luxemburg, Polen, Norwegen und Deutschland verknüpft und ein ganzheitliches Schülergesundheitskonzept, bezogen auf die sich wandelnde Gesellschaft, erstellt werden, um Schülerinnen und Schülern eine Unterstützung zu offerieren, den o. g. negativen Auswirkungen auf die Gesundheit im Zeitalter von "Industrie 4.0" vorzubeugen und anderen Schulen dadurch Anregungen für die Umsetzung zu geben.

Projektauftakt in Kvinesdal/ Norwegen

Die norwegischen Partnerschulen aus Kvinesdal und Flekkefjord haben zur ersten Koordinierungssitzung des zweijährigen Gesundheitsprojekts „Gesundheit 4.0 - Gesundheit in Schule bedeutet auch Gesundheit im Berufsleben“ vom 17.-18.10.2017 nach Norwegen eingeladen. Während der Projektdauer sollen themenbezogene, schulische Ansätze aus insgesamt fünf Ländern verbunden werden und im letzten Halbjahr der Projektdauer in einem international besetzten „Gesundheitstag“ am Rudolf-Rempel-Berufskolleg zusammenfließen.

Das Rudolf-Rempel-Berufskolleg übernimmt in dieser als ERASMUS+-Projekt von der europäischen Union geförderten Zusammenarbeit die koordinierende Rolle und arbeitet gemeinsam mit den Projektpartnern Lycée technique d´Ettelburck (Luxemburg), ibc International Business College Hetzendorf Wien (Österreich), Zespol Szkol Ekonomicznych in Rzeszow (Polen) und der Videgarende Skole in Flekkefjord (Norwegen) an dem übergeordneten Thema „Gesundheit 4.0“.

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, das Verständnis für gesundheitsbezogene Themen sowohl aus Schüler*innen- als auch aus Lehrer*innensicht zu schärfen und somit auf unterschiedlichen Ebenen präventiv tätig zu sein.

Die Schwerpunktthemen liegen unter anderem in der Sucht- und Stressprävention, da Beobachtungen in den letzten Jahren eine Zunahme an Krankenständen darlegten, was nach Auffassung vieler Beteiligten unter anderem auf ein gestiegenes Stressniveau zurückzuführen sei.

In Kvinesdal erfolgte zunächst ein erster Informationsaustausch unter den Projektteilnehmer*innen über die Rahmendaten der Zusammenarbeit. Ferner legten die Teilnehmer*innen die Projektverantwortlichkeiten fest und seitens der beteiligten Schulen wurde vorgestellt, welche Maßnahmen bereits in den einzelnen Bildungseinrichtungen ergriffen werden, um dem Anspruch von Schüler*innen- und Lehrer*innengesundheit gerecht zu werden. Einer ursprünglichen Datenerhebung wurde für das weitere Vorgehen eine besondere Bedeutung beigemessen, so dass in den folgenden Wochen ein selbstentwickelter, einheitlicher Fragebogen in den Projektschulen zur Anwendung kommen wird. Auf Basis der Erkenntnisse werden im Folgenden gemeinsam Lerneinheiten entwickelt, die dem lerntheoretischen Ansatz nach Albert Bandura gerecht werden soll. Die theoretischen Grundlagen wurden von den norwegischen Partnern in einem abschließenden Vortrag vorgestellt.

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.