Das Kooperationskonzept des RRBK basiert auf dem Schulmotto: Gemeinsam zum Erfolg.

1. Gemeinsam an einem Strang ziehen

Wenn abgebende Schulen, Eltern, Lehrer, Unternehmen und Projektpartner ‚an einem Strang ziehen‘ und sowohl Herausforderungen schaffen als auch notwendige Unterstützung bereitstellen, werden Schülerinnen und Schüler erfolgreich von der Schule in die Ausbildung und nach der Ausbildung in den Arbeitsmarkt integriert oder in ein Studium geführt.

Beispiele für gemeinsames Handeln ...

Beispiele gemeinsames Handeln

  • Zur Unterstützung und Herausforderung von Stärken werden am Rudolf-Rempel-Berufskolleg Sprach- und EDV-Zertifikate angeboten. Bei den Sprachzertifikaten werden die Bewerber eingestuft und beraten sowie vorbereitet, um an international anerkannten Sprachprüfungen (Delf-Französich, Dele-Spanisch, LCCI-Englisch, BEC-Englisch, Russisch-Zertifikat) erfolgreich teilzunehmen. Diese Vorbereitung erfolgt z.T. im Fachunterricht, z.T. in Zusatzkursen.
      
  • Auf freiwilliger Basis gehen Oberstufenschüler der Berufsfachschule gezielt in ein sog. Lernstudio, um dort mit fachlicher Unterstützung durch Lehrer festgestellte Lücken für die Vorbereitung auf Vergleichsarbeiten oder für die Abschlussprüfung zu füllen. Die Schüler kommen mit konkreten Fragen. Diese werden dort individuell besprochen, zusätzliche Übungen werden angeboten und später gemeinsam besprochen. Die Betreuung im Lernstudio ist individuell auf die Bedürfnisse der Ratsuchenden zugeschnitten.
      
  • Schülertutoren erhalten eine kurze Ausbildung zum Tutor und können dann vom Fachlehrer festgelegte Themen bzw. Übungen mit den zu unterstützenden Schülerinnen/Schülern durchführen. Die Erläuterungen auf Augenhöhe durch einen Mitschüler, der bereits ein Jahr länger Erfahrungen hat und andere Worte der Vermittlung findet, lohnt sich für die zu Fördernden als auch für die Tutoren selbst, die ihr Wissen noch einmal reflektieren müssen, um es vermitteln zu können.
     
  • In den abschlussrelevanten Fächern (Deutsch, Mathematik, Englisch) stehen modulare Förderkurse zur Verfügung, deren Material und Übungen von den Schülerinnen und Schülern mit Lehrerunterstützung (in einem Zusatzkurs) oder als eigenverantwortliche Arbeit (zu Hause) erledigt werden können. Die Kurse stehen digital auf dem schulischen Server zur Verfügung oder werden den Interessierten ausgehändigt.

2. Von der Schule in die Ausbildung

Schülerbiografien werden engmaschig verfolgt und zwischen Lehrern der abgebenden Schule bzw. unserem aufnehmenden Berufskolleg rückgekoppelt. Mit Hilfe der Partner im dualen System und ihren Verbänden gelingt es seit Jahren erfolgreich, den Schülerinnen und Schülern die entsprechenden Berufsbilder praxisgerecht vorzustellen. Dazu sind Kooperationsverträge geschlossen worden, die u. a. die Integration kaufmännischer Inhalte und Tätigkeiten in den Unterricht der abgebenden Schule mit integriert. Ziel ist die Ermöglichung einer bewussten Entscheidung für oder gegen das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung.

Beispiele ...

  • Der „Tag der Logistik“ ist ein besonderes Projekt gemeinsam mit der Logistikbranche und mit deren Verband (VVWL – Verband Verkehrswirtschaft und Logistik). Ziel ist die schülergemäße Vorstellung der Branche, um Interesse für die Ausbildungsberufe (Kaufmann/-frau für Speditions- und Logistikdienstleistung, Fachkraft für Lagerlogistik und Fachlageristen) zu wecken und die Vielfalt der Betätigungsfelder der Branche aufzuzeigen. Der Tag ist eingegliedert in den bundesweiten Tag der Logistik und findet immer am 3. Donnerstag im April statt. Zielgruppe sind die Realschüler und Gymnasiasten der abgebenden Schulen sowie die eigenen Vollzeitschüler aus der Berufsfachschule, der höheren Berufsfachschule und dem Wirtschaftsgymnasium.
       
  • Tag der Realschulen am Rudolf-Rempel-Berufskolleg: Realschüler und ihre Lehrer besuchen das Berufskolleg. Sie werden von Schüler-Guides des Berufskollegs durch die Schule geführt und nehmen danach am normalen Unterricht mit den Schüler-Guides teil. So ist sichergestellt, dass die Gastschüler der Realschulen auch Ansprechpartner auf Augenhöhe haben. Die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer der Realschulen werden in dieser Zeit betreut und informiert über die Schulformen und Berufe am Berufskolleg. Es sind auf dieser Basis bereits Fachkooperationen entstanden, um den Übergang der Realschüler zu den Berufskollegs reibungsloser zu gestalten (z. B. bezogen auf das Anforderungsniveau und neue Fächer).

3. Erfolgreich durch die Ausbildung

Der notwendige Theoriebezug des Unterrichts am Berufskolleg wird durch Praktiker im Unterricht unseres Berufskollegs und durch von Unternehmen unterstützte Projekte sinnvoll ergänzt. Dies führt zu einer praxisgerechten Ausbildung, die sowohl die Bedürfnisse der Ausbildungsbetriebe berücksichtigt als auch die des Berufskollegs

Beispiele erfolgreich durch die ...

Gemeinsam mit dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik und diversen Logistikunternehmen der Region ist

  • der „Bilinguale Sach-/Fachkundeunterricht (CLIL) im Fachbereich Spedition und Logistik“ implementiert worden;
        
  • das „Duale Fachschulstudium Kauffrau/Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung und Staatlich geprüfte(r) Betriebswirt/in im Schwerpunkt Spedition und Logistik“ in insgesamt 3,5 Jahren, implementiert worden. Damit ist die Möglichkeit geschaffen worden, die duale Ausbildung mit der Qualifizierung für anspruchsvolle Aufgaben u.a. mit dem Erwerb von Führungskompetenz zu verbinden;
      
  • eine Reihe von Praxisveranstaltungen entwickelt worden. Kleine Ausbildungsunternehmen können oft nicht die gesamte Bandbreite der Ausbildung abbilden. Darum stehen den Auszubildenden zu ihrer Unterstützung und Förderung die Kompetenzen großer Ausbildungsbetriebe zur Verfügung, die zu verschiedenen Themengruppen Fachveranstaltungen im Rahmen des Berufsschulunterrichts anbieten.

 

Gemeinsam mit dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft OWL e.V. und diversen Versicherungsunternehmen der Region ist

  • ein Notebookkonzept verwirklicht worden: alle Auszubildenden in einer Notebook-Klasse arbeiten mit ihrem eigenen bzw. betrieblichen Notebook. Die Notebooks werden in allen Fächern als Arbeitsmittel eingesetzt u. a. zum Erarbeiten und Dokumentieren von Unterrichtsinhalten, zum Recherchieren, zum Präsentieren und zum Kommunizieren. Ziel ist es, die Medienkompetenz zu fördern, zum selbständigen, eigenverantwortlichen Lernen anzuhalten und Sicherheit in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zu erlangen;
       
  • ein Konzept der inhaltlich und didaktisch abgestimmten Lernortkooperationsveranstaltungen zwischen dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft OWL e. V. und dem Rudolf-Rempel-Berufskolleg entwickelt worden, das in die didaktische Jahresplanung eingebunden ist.

4. Anschlussfähigkeit beruflicher Bildung sichern

Beispiele Anschlussfähigkeit ...

  • Mit der Fachhochschule Bielefeld existieren Anrechnungsmodelle auf Vertragsbasis für Industriekaufleute und Absolventen der Fachschule. 
      
  • Mit der privaten Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld gibt es ein Kooperationsmodell über ein Fernstudium für Industriekaufleute und Großhandelskaufleute sowie für Fachschüler. In 4 Jahren kann durch die Verknüpfung der Inhalte sowohl die Berufs- bzw. Fachschulausbildung abgeschlossen werden und nach dem 4. Jahr kann auch der Bachelor erworben werden.
       
  • Mit der Ärzte- und Zahnärztekammer existiert eine Kooperation für die Berufe Medizinische bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte: 2 von 3 Modulen eines Qualitätsmanagementzertifikates, das die beiden Kammern vergeben, werden im Berufskolleg entweder im normalen Unterricht (M1) oder in zusätzlichen Unterrichtsstunden (M2) unterrichtet und geprüft. Diese beiden Module werden von den Kammern als Voraussetzung für das 3. Modul anerkannt, sodass die Ausbildung mit der Fortbildung verknüpft wird und die Beschäftigungsfähigkeit der jungen Frauen steigt.